Originaltext, siehe: http://www.buechergilde.de/essaypreis/essaypreis_2006.shtml
Glaube, Liebe, Hoffnung - Die Rolle der Religion in einer individualisierten Gesellschaft
"Ist es nicht sonderbar, dass die Menschen so gerne für die Religionen fechten und so ungerne nach ihren Vorschriften leben?“, schreibt Georg Christoph Lichtenberg.
Das gilt wohl für nahezu alle Religionen, und doch spielen sie eine wichtige Rolle in den verschiedenen Gesellschaften und Kulturen. Weltweite Trauer und Anteilnahme anlässlich des Todes von Papst Johannes Paul II., der Weltjugendtag, religiös motivierte Terroranschläge - diese so unterschiedlichen, aber allesamt aktuellen Ereignisse lassen viele Kommentatoren bereits von einem Wiedererstarken der Religionen in der heutigen Gesellschaft sprechen.
Ist dem tatsächlich so? Wie sieht sie aus, die Rolle der Religion in der modernen, globalisierten Welt, in der wir gleichzeitig die zunehmende Individualisierung innerhalb unserer Gesellschaft beobachten? Welche Wechselwirkungen ergeben sich aus einem derartigen Spannungsverhältnis? Suchen die Menschen in Zeiten des gesellschaftlichen Umbruchs und der zunehmenden sozialen Unsicherheit wieder vermehrt Trost und Zuflucht bei Gott?
Dient die Religion als letzte Gegenwelt zum vom Wettbewerb durchdrungenen Alltag? Können wir bei der zunehmenden Zahl von Religionsgemeinschaften auch eine neue Offenheit und wirkliche Toleranz erkennen? Oder entstehen religiöse Nebenwelten, die nur in Ausnahmefällen zueinander finden, z.B. wenn es sich um Anschläge auf Personen und Sachen handelt? Welchen Einfluss haben und welche Werte vermitteln die Religionen in Erziehung und Bildung? Und welche Bedeutung kommt dabei den Medien zu, die das öffentliche Bild der Religionen nachhaltig gestalten?
5. Essaypreis 2006
Zur Diskussion dieser Frage rufen wir auf mit dem 5. Essaywettbewerb der Büchergilde und laden Sie ein, sich in einem Essay mit diesem Thema auseinanderzusetzen.
Kooperation mit der taz
Der mit Euro 2.500 dotierte Essaypreis 2006, zum zweiten Mal in Kooperation mit der taz ausgeschrieben, wird von einer unabhängigen Jury vergeben, zu der u.a. gehören:
Jury
- Rainer Eppelmann, Minister a.D.
- Vera Zingsem, Autorin
- Ulrike Hermann, taz
- Salomon Korn, Jüdische Gemeinde Frankfurt (angefragt)
- Mario Früh, Büchergilde
Die besten Essays werden 2006 in einem Band der Edition Zeitkritik erscheinen, einer Reihe, die klassische und zeitgenössische Texte zu gesellschaftlichen Entwicklungen vorstellt.
Die vollständigen Ausschreibungsunterlagen haben wir für Sie als PDF-Datei abgespeichert. (Dort auch eine Seite, die die Frage klärt, was ein Essay ist.)
Teilnahmebedingungen
- Form: Essay
- Vor- und Zunamen sowie Anschrift des Verfassers nur auf dem Deckblatt vermerken
- unveröffentlichter Text (nur originale Beiträge, keine Zweitverwertung und kein zeitgleiches Einreichen bei einem anderen Wettbewerb)
- maximale Länge von 30 Seiten à 1.800 Anschlägen
- doppelter Zeilenabstand
- einseitig bedrucktes DIN A4 Papier
- fortlaufende Seitennummerierung
- bitte zwei Exemplare einsenden (keine digitale Einsendung)
- Einverständniserklärung ("Ich bin damit einverstanden, dass mein Essay ganz und auszugsweise von der Büchergilde Gutenberg veröffentlicht wird.")
- kurzer tabellarischer Lebenslauf
- ausgefülltes Formular (siehe PDF-Datei auf der Internetseite der Büchergilde)
Einsendeschluss: 28. Februar 2006 (Datum des Poststempels)
Anschrift:
Büchergilde
Heike Guderjahn
Postfach 160165
60064 Frankfurt
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© Sandra Uschtrin | Uschtrin Verlag | 2010
25 Jahre "Handbuch für Autorinnen und Autoren"
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